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veröffentlicht am 04.12.2018

Programm „Sport und Flüchtlinge"

Über 300 Sport-Coaches in Hessen aktiv

Programm „Sport und Flüchtlinge"
Das Landesprogramm „Sport & Flüchtlinge“ wurde vorgestern in Brüssel mit dem #BeInclusive Sport Award der EU als eines der Top 3 – Integrationsprojekte in Europa mit dem Sieger Award belohnt. Und diese Anerkennung gilt natürlich auch für unsere heimischen Sportcoaches. In ihrer Arbeit als „Schnittstelle“ zwischen Vereinen und Flüchtlingen arbeiten sie sehr vertrauensvoll mit den Mitarbeitern der Städte und Gemeinden zusammen, ergänzt der Integrationskoordinator des Sportkreises, Heiko Weiershäuser. Die Sportcoaches im Landkreis Kassel haben seit der Einführung des Programmes im Jahr 2016 Anträge in Höhe von fast 350.000€ an Fördergeldern für Sportvereine und Flüchtlinge für Sportgeräte, Fahrtkosten, Schwimmkurse, Trikots oder Übungsleiterhonorare bewilligt und ausgezahlt. Alles Gelder, die zur Realisierung von Sportangeboten in der Integrationsarbeit bestimmt sind, von denen aber schlussendlich alle Mitglieder der Vereine profitieren können. Einzig Mitgliedsbeiträge sind nicht förderfähig. Aber die sind ja, wie bei einheimischen Kindern auch, bekanntlich über Bildung und Teilhabe vom Jobcenter anerkannt.
Über 300 Sport-Coaches in Hessen aktiv
 „Wir freuen uns sehr, dass die EU mit dem #BeInclusive Sport Award den bundesweit einmaligen Ansatz von „Sport und Flüchtlinge“ anerkennt, sagte der hessische Innenminister Peter Beuth anlässlich der Preisverleihung. Dies ist eine besondere Würdigung der tollen Arbeit der Sportjugend Hessen und unserer rund 300 Sport-Coaches im Bereich der Integration in Hessen. Ohne das ehrenamtliche Engagement dieser Menschen wäre der große Erfolg des Förderprogramms nicht möglich“.
Bundesweit sticht es sowohl hinsichtlich seiner Struktur als auch der zur Verfügung gestellten Haushaltmittel in Höhe von 2,4 Mio. Euro hervor. Zentrales Element sind die sogenannten Sport-Coaches. Sie fungieren als Netzwerker, die die Interessen der Beteiligten vor Ort im Bereich Flüchtlinge und Sport (Gemeinde, Sportvereine, Asylbetreuung, Flüchtlingsinitiative, Flüchtlinge) bündeln. Über die regelmäßige Teilnahme an speziell auf die Arbeit mit Flüchtlingen ausgerichteten Schulungen der Sportjugend Hessen ist die gleichbleibend hohe Qualität ihrer Arbeit gewährleistet. Derzeit sind über 300 Sport-Coaches aktiv.
Seit dem Start 2016 nehmen jährlich rund 250 und damit mehr als die Hälfte der hessischen Gemeinden an dem Landesprogramm teil. „Sport und Flüchtlinge“ wird auch im Jahr 2019 fortgeführt.
Weitere Informationen zum Programm „Sport und Flüchtlinge“ finden Sie unter https://innen.hessen.de/sport/sport-und-fluechtlinge.
Leider ist aber auch festzustellen, bemerken Roland Töller und Heiko Weiershäuser abschließend, dass zwar in 11 Kommunen Sportcoaches aktiv sind, die Anspruchsberechtigung auf Förderung aber bei 21 Kommunen vorliegt. Da dort keine Sportcoaches tätig sind, gehen den nordhessischen Vereinen jedes Jahr 50.000€ verloren.
Aber genau das möchten die verantwortlichen des Sportkreises un 2019 ändern und sind schon in intensiven Gesprächen mit den jeweiligen Kommunen.
 
 
 
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