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veröffentlicht am 18.12.2017

Integration durch Sport

Sport-coaches ziehen Bilanz 2017

Integration durch Sport
Sportkreis-Vorsitzender Roland Tölle begrüßte die zahlreichen Sport-Coaches und bedankte sich bei den Sport-Coaches, die ja die Schnittstelle zwischen den Flüchtlingen und den Vereinen darstellen sollen, für die enormen Anstrengungen in dieser so wichtigen Thematik. Auch Regionalansprech-partner Peter Schreiber von der Sportjugend Hessen hob die Wichtigkeit der Unterstützung unserer Vereine durch die Sport-Coaches und das Landesprogramm hervor.
Flüchtlingskoordinator Heiko Weiershäuser sprach in seiner Begrüßung sogar in Anbetracht der Flüchtlingszahlen der letzten Jahre von einer Mammutaufgabe, der sich unsere Gesellschaft stellen müsse. Alle 3 waren sich darin einig, dass der Sport einer der wichtigsten Bausteine für eine gelingende Integration ist.
Bei dem anschließenden Erfahrungsaustausch über das Jahr 2017 wurden viele schöne Beispiele genannt. So hat z.B. das Juniorteam des VfL Wolfhagen mit der Wilhelm-Filchner-Schule Wolfhagen und dem örtlichen Sport-Coach mit dem Jugend-Team-Triathlon die Themen „integrativ“ und „inklusiv“ sowie die Zusammenarbeit „Schule-Verein-Sportcoach“ in einer Veranstaltung mit über 600 Startern, davon rund 100 Flüchtlinge und Behinderte, erfolgreich umgesetzt.
Auch gelungene Beispiele von gemeinsamen Schwimmkursen, Fußballturnieren und vielen anderen Aktionen wurden erörtert und zur Nachahmung empfohlen.
Danach folgten einige wertvolle Informationen zum Thema „Netzwerk-Partner: Möglichkeiten der Zusammenarbeit“. Simon Gellermann, neuer Ehrenamtskoordinator des durch mehrere Referenten des Landkreises Kassel (hier insbesondere die neuen Integrationslotsen), der VHS, der Sportjugend Hessen sowie der Bildungsakademie des LSB Hessen wurde ein Ausblick auf das Jahr 2018 geworfen. Nachdem das Landesprogramm im Haushaltsentwurf für 2018 und 2019 eingeplant ist, ging er vordringlich organisatorische Fragen. Heiko Weiershäuser mahnte dazu aber gleichzeitig auch an, nicht nur „Angebote für Flüchtlinge“ zu kreieren - und damit die Flüchtlinge zu separieren - sondern offensiv in Zusammenarbeit mit den Vereinen integrative Angebote zu entwickeln.
Ein kritisches Thema gab es dann aber auch noch: die Bearbeitungsfristen im Ministerium. Ein Sport-Coach sagte wörtlich: Wenn man Anfang März einen Antrag stellt und dann erst im August die Mittel bekommt, dann ist das weder zielführend und noch effektiv, denn dann ist die Freiluftsaison schon fast vorbei. Man erarbeitete dazu eine Bitte an Minister Beuth, dies für 2018 unbedingt zu verbessern.
In der Hoffnung, dass die eingeplanten Mittel in den Haushaltsberatungen nicht wieder eingeschmolzen werden, schloss die Runde zuversichtlich und voller Tatendrang für 2018.
 
 
 
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