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veröffentlicht am 21.01.2019

Archiv Nachrichten aus Hessen

Aktuelles über die Archivarbeit

Archiv Nachrichten aus Hessen
Die mehrmonatige Weiterbildung der Archivleiterin Dr. Ines Wagemann, einer Kunsthistorikerin, an der Archivschule Marburg war ein weiteres Kriterium dafür,
das Archiv mit diesem Preis zu bedenken. Die Jury schloss sich dieser Begründung gerne an, obgleich auch andere bedenkenswerte Einsendungen vorlagen. Der von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen zur Verfügung gestellte Preis, der mit 5000 Euro dotiert ist,wurde von der Archivleiterin, dem ersten Stadtrat von Griesheim und dem Kulturamtsleiter entgegengenommen und von Frau Nicole Schlabach als Vertreterin der Stiftung übergeben.
 
Nach dieser kleinen Feierstunde begann der eigentliche Archivtag zu einer Thematik, die sich in erster Linie an die Kommunalarchivarinnen und -archivare unter den Fachkollegen wandte. Wo es gut läuft, können sich Archive und Museen gegenseitig sehr befruchten.Schnell aber kann daraus auch der Schluss folgen:
Wenn Institutionen schon so enge Verbindungen, so viele Schnittstellen miteinander haben, kann man sie dann nicht zusammenlegen?
Das Thema wird daher – insbesondere in manchen Kommunen – kontrovers diskutiert.
 
Hessischer Archivtag zum Thema „Archive und Museen zwischen Kooperation
und Konkurrenz“
Der 41. Hessische Archivtag fand am 7. Juni 2018 in der nordhessischen Fachwerk
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stadt Fritzlar statt. Mit dem Thema „Gehört das ins Museum oder ins Archiv? Archi
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ve und Museen zwischen Kooperation und Konkurrenz“ stand die Zusammenarbeit
dieser verwandten Institutionen im Mittelpunkt, weshalb an dieser Tagung nicht nur
Archivarinnen und Archivare, sondern auch zahlreiche Fachleute aus verschiedenen
Die aktuelle Stunde am Nachmittag richtete den
Blick auf genuin archivische Themen. Zu Beginn berichtete Clemens Lohmann als „archivarius loci“ über
die Aufgaben, die Geschichte und die Unterbringung des Stadtarchivs Fritzlar sowie über die Rolle der
katholischen Kirche. Sie betreibt das Domarchiv und die Dombibliothek und fungierte vor der Gründung des
Archivs als alleiniger Kulturträger für die historische Überlieferung. Das ist auch der Grund dafür, dass so
wohl die Zunftfahnen als auch die Zunfturkunden nicht im Stadtarchiv, sondern im Domarchiv aufbewahrt
werden. Dem Archivthema folgend, richtete Lohmann den Blick auch auf das Fritzlarer Stadtmuseum, das bis
2020 neu aufgestellt werden soll. Für die hessische Archivlandschaft ist die hauptamtliche Besetzung des
Archivs einer so kleinen Stadt und seine Unterbringung in einem historischen Fachwerkhaus immer noch ein
Glücksfall. Das hatte auch die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen anerkannt; im vergangenen
Jahr würdigte sie die Arbeit des Stadtarchivs mit einem Sonderpreis in Höhe von 2000 Euro.
Im Anschluss an diese Sicht auf die Fritzlarer Archivlandschaft schilderte Dr. Carl Christian Wahrmann vom
Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden die Übernahme des Archivs der I.G. Farben. Der Aktenfundus
lagerte lange Zeit in Schwerin, bevor er im Oktober 2016 ins Staatsarchiv gelangte. Grund dafür war die
Auflösung der Stiftung I.G. Farbenindustrie. Die komplette Erschließung der ca. 500 lfm Akten wird noch
etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen, also bis 2020 andauern. Abschließend berichtete Dr. Oliver Mathias
aus Geisenheim über die Kooperation zwischen dem Stadt- und dem Hochschularchiv in Geisenheim und
leitete damit über zum nächsten Archivtag, der in Geisenheim stattfinden wird.
 
Brigitte Streich, Stadtarchiv Wiesbaden
den ganzen Text und weitere  Informationen dazu finden Sie auf :
https://landesarchiv.hessen.de/sites/landesarchiv.hessen.de/files/HHStA%20ARCHIVnachrichten_2-2018_final.pdf



Bild zeigt Christian Schmidt vom Sportkreis Region Kassel e.V.
 
 
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