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veröffentlicht am 27.05.2019

Integration durch Sport in Hessen

fit für die Zukunft machen

Integration durch Sport in Hessen
Unser Ziel: Zukünftig gemeinsam "Integration durch Sport" in Hessen leben und gestalten, stärkere Netzwerke bilden und Doppelungen vermeiden. Danke an alle für den gelungenen Auftakt und die vielen Anregungen, wie sich das Miteinander noch besser gestalten lässt.

Im Bereich der Integration bewegen sich zurzeit viele „Player“. Das hessische Innenministerium/Sport hat das Programm „Integration durch Sport“ und die „Sportcoaches“. Das hessische Sozialministerium hat das WIR-Programm und ist in Sachen Integration das federführende Ministerium. Und da gibt es noch das Kultusministerium, welches die Integrationsarbeit an unseren Schulen in den IK- oder DaZ-Klassen unter sich hat.
Und wir wollen gar nicht weiter reden und die vielen anderen Stellen der Integrationsarbeit aufzählen wie Diakonie, katholische Kirche, evang. Jugendarbeit, Landkreisberatung, Stadt Kassel, Verbraucherzentrale, Polizei oder ehrenamtliche Flüchtlingshilfen vor Ort.

Wissen sie alle, wo was von wem gerade gemacht oder geplant wird, fragt unser Integrationskoordinator Heiko, und fügt seine Antwort gleich an: ich glaube nicht. Viel zu oft gibt es regelrechte Konkurrenzsituationen in der Integrationsarbeit, weil man nichts voneinander weiß. Und manchmal ist es leider sogar Konkurrenzdenken, statt harmonischem Teamwork.
Da ist sehr gut, wenn wenigstens 2 Ministerien erstmals einen gemeinsamen Weg gehen wollen und die Sport-Programme und das WIR-Programm besser verzahnen wollen. Und der Auftakt war sehr vielversprechend: aus einigen Gegenden Hessens waren WIR-Koordinatoren der Kommunen genauso eingeladen wie Integrationskoordinatoren der Sportkreise und Sportcoaches aus den Kommunen. Die Ergebnisse der ersten Bestandsaufnahme und die praktischen Erfahrungen vor Ort erstaunten die Vertreter der Ministerien nicht schlecht und brachten viele wertvolle Hinweise, auf denen wir aufbauen können.

Vielleicht schaffen wir es ja gemeinsam, auch noch das Kultusministerium mit ins Boot zu holen, denn wir erreichen oftmals die Flüchtlingseltern nur über die Flüchtlingskinder. Und wenn Flüchtlinge nicht mehr in Gemeinschaftsunterkünften, sondern privaten Mietraum leben, sind sie für unsere Sportcoaches fast unerreichbar. In diesen Fällen könnte das Kultusministerium sicherlich wertvolle Hilfe leisten und so der Integrationsarbeit, die nach dem Auslaufen der Willkommenskultur ja jetzt erst richtig anfängt, einen positiven Schub geben.
Der Sportkreis Region Kassel sieht es natürlich gern, dass wir in Persona von Heiko, der als ein ausgewiesener Praktiker gilt, eingeladen waren, freut sich Vorsitzender Roland Tölle. Damit haben wir die Chance, diesen Prozess mitgestalten können.

Die Integration der bleibeberechtigten Flüchtlinge stellt für unsere Vereine ein gute Chance dar, ihre Mitgliederzahlen zu steigern und/oder neue Angebote zu kreieren. Wenn z.B. im VfL Wolfhagen demnächst eine Abteilung „Cricket“ gegründet wird, die 20-30 neue Mitglieder mit sich bringt, dann ist das eine schöne Entwicklung. Und dabei wollen wir unsere Vereine gern unterstützen.
 
 
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